Endlich – nach längerer Zeit der Planung, der Materialbeschaffung und der Umsetzung ist es nun fertig: mein kleines Fotostudio in meinem Atelier! Dazu mussten die Möbel umgestellt, die Foto-Hintergründe installiert, Vorhänge montiert, ein paar Steckdosen gelegt werden, usw. Die Räumlichkeiten sind jetzt anders aufgeteilt und geben der Fotografíe jetzt mehr Raum.
Ein guter, ebenso fotobegeisterter Freund hat mir seine Beleuchtung samt Zubehör geliehen, was mir natürlich viele Möglichkeiten eröffnet und wofür ich sehr dankbar bin.

Schon immer haben mich die Gesichter  von Personen fasziniert. Auf der Strasse, auch in Island, sprach ich fremde Menschen auf der Straße an, ob ich sie fotografieren dürfe. Kellner, eine Gruppe Rocker, Hafenarbeiter, sogar Guðni Th. Jóhannesson, der Präsident Islands, auf den wir zufällig in einem Lokal mit seiner Familie trafen, ließ sich von mir fotografieren.

In einer alten Garage mit abgeblätterten Wänden, ohne zusätzliche Beleuchtung, nur mit durch ein Fenster seitlich einfallendem Licht hielt ich vor ein paar Jahren meine erste „Fotosession“ mit Sulman ab.

Ein spezieller Workshop über Porträt-Fotografie im Studio mit dem Fotografen Jordi Coll vermittelte mir weitere Kenntnisse auf diesem Gebiet. Susana war ein sehr professionelles Model.

Und nun konnte auch endlich meine eigens für diesen Zweck über ebay ergatterte Schaufensterpuppe zum Einsatz kommen, die bisher nur als Trägerin meiner selbst bemalten und genähten Seiden-Tunika fungiert hatte. Ich führte mir noch einmal die  Unterlagen aus meinen Fotokursen zu Gemüte, über Beleuchtung, die verschiedenen Schemata, Model-Posing, usw. An die Technik der Flashes, Belichtungsmesser, Kameraeinstellungen, etc. tastete ich mich langsam durch Experimentieren heran.

Verschiedene Beleuchtungseinstellungen ergaben verschiedene Ergebnisse. „Agata“, die Schaufensterpuppe ;-), war sehr geduldig, ließ sich hin- und herschieben, den Kopf drehen und zigmal fotografieren.

Irgendwann war mir „Agata“ nicht mehr genug und ich wagte mich an „lebendige Models“ heran – als erstes mein Mann und dann meine Freundin Kirsten. Um lockere Stimmung herzustellen und um die Models *aufzuwärmen“, hatte ich extra eine Musik-Auswahl zusammengestellt.  Um das charakteristische Aussehen meines „Männer-Models“ auch bekleidungstechnisch zu unterstreichen, „musste“ mein Mann einen dunklen Rollkragenpullover und seinen Regenhut tragen. Von den Ergebnissen bin ich begeistert!

Die nächste Fotosession fand mit meiner Freundin Kirsten statt. Wir hatten beide große Lust auf diesen Termin – und einen Riesen-Spaß. Nach anfänglichen Positions- und Bewegungsversuchen kam Kirsten „in Fahrt“! Mit verschiedensten Utensilien wie rotem Hut, Strohhut, schwarzem Kleid, Jeans, Lederjacke, unterschiedlichen Bewegungen und Stellungen, sowie diversen Lichteinstellungen kam eine tolle Serie von Portrait-Aufnahmen zusammen!

Da ich physisch leider in meinen Möglichkeiten begrenzt bin und oftmals nicht von den  Standorten aus fotografieren kann, die mir gefallen würden, ist die Studiofotografie eine  zusätzliche Alternative für mich, die mich mit Freude erfüllt und inspiriert!

Weitere Portraits folgen…!